Welches Werkzeug für Brandmalerei? – Tipps & Beispiele

Werkzeuge und Tipps für Brandmalerei

Die Brandmalerei ist eine alte Kunst, die bereits die alten Ägypter beherrschen. In der Fachsprache spricht man von Pyrografie. Bis zum heutigen Tag erfreut sie sich größter Beliebtheit und hat Anhänger auf der ganzen Welt. Für das professionelle Brandmalen sind einige Werkzeuge erforderlich, die im Folgenden vorgestellt werden.

Leistungsstarkes Brennwerkzeug

Der Brandkolben ist wohl das bekannteste Werkzeug, das für die Brandmalerei notwendig ist. Er findet sich im Fachhandel in zahlreichen Varianten. Vom Grundverständnis her ist er einem Lötkolben ähnlich, verfügt jedoch über einen Schaft, der weniger lang ist. So liegt er gut in der Hand und ist einfach bedienbar. Es sind zudem Modelle erhältlich, die perfekt auf die Bedürfnisse von Kindern oder Einsteigern zugeschnitten sind.

Die Unterscheidung zwischen kompletten Brennstationen und einfachen Kolben ist fundamental.

In der Brennstation finden sich ein Trafo und ein entsprechender Griffel. Mittels einer Kabelverbindung werden Trafo und Brandmalkolben verbunden. So kann die Temperatur perfekt geregelt werden. Für den Brennvorgang selbst kommen entsprechende Brennschleifen und Formspitzen zum Einsatz.

Brennstationen sind in zahlreichen Varianten erhältlich. Der wohl bekannteste ist der Brenn-Peter. Dieser wird weltweit als bester Brandmalstift gehandelt. Einfache Kolben beziehen ihre Energie direkt aus der Steckdose und sind temperaturtechnisch nicht modifizierbar. Weiches Holz kann gut bearbeitet werden. Es finden sich zahlreiche Billigimporte aus China.

Formschöne Holz Brandmalerei

Aufwendige Arbeiten lassen sich wunderbar auf weichem Holz gestalten. Musterungen und Zeichnung sind mit dem entsprechenden Kolben gut anzubringen. Es versteht sich von selbst, dass hierbei nur absolut trockenes Holz verwendet werden kann. Härte Holzmaterialien benötigen mehr Energie und eine stärkere Feuerleistung. Auch fallen die Arbeiten dunkler aus.
Zudem spielt die vorhandene Maserung der verwendeten Holzplatte eine entsprechende Rolle. Zu intensive Maserungen verziehen die gesetzten Arbeiten, was unter Umständen jedoch künstlerisch durchaus wertvoll sein kann.

Der Einsatz von Schleifpapier lohnt sich vor jedem Einsatz. Mit der richtigen Technik ist es möglich eine wunderbar glatte Oberfläche zu erhalten.
In puncto Sicherheit ist das Anbringen einer feuerfesten Unterlage absolut angebracht. Die Arbeit mit hohen Temperaturen birgt immer ein Risiko, das niemals unterschätzt werden darf. Zum Auswechseln der unterschiedlichen Brennspitzen ist eine gut isolierte Zange die perfekte Wahl.

Worauf es beim Einsatz der Werkzeuge zu achten gilt

Vor dem Ausführen des Brennvorganges auf dem eigentlichen Material, lohnt es sich, die gesamte Werkzeugpalette auf einem Probestück anzuwenden. Hierzu eignet sich ideal ein altes Holzstück. Arbeitsabläufe können verinnerlicht und ein Gefühl für die Handhabung der Werkzeuge entwickelt werden.

  • Das Original-Werkstück ist vor Beginn der Brandarbeit in die perfekte Form zu bringen.

Ist die Brennspitze heiß, steht den individuellen Verzierungen nichts mehr im Wege. Hierbei ist eine sanfte und weiche Arbeitsweise empfehlenswert. Niemals zu hart und mit zu viel Druck vorgehen, sondern auf eine harmonische und gleitende Arbeitsweise achten.

  • Helle Ornamente benötigen weniger Hitze, wohingegen intensive Linien durch hohe Temperaturen ermöglicht werden.
  • In der Kombination unterschiedlicher Brennspitzen verschiedener Dicke liegt die Kunst. Es muss hierbei stets berücksichtigt werden, dass beim Auswechseln auf entsprechende Abkühlzeiten geachtet werden muss.
  • Eine zu heiße Spitze erzeugt Qualm. Zudem kommt es zu Harzablagerungen, die regelmäßig zu entfernen sind.

Wertvolle Tipps

Zum Einstieg empfehlen sich einfache Musterungen. Als Vorlage auf dünnem Papier kann mit einem Bleistift das Muster leicht aufs Holz übertragen werden. Die Vorlage für den Einsatz des Brandkolbens ist somit perfekt. Aufwendige Motive sind so gut vorzubereiten und die Arbeit kann optimal ausgeführt werden.

  • Pyrografie stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet auf Deutsch „Spiel mit dem Feuer„. Sie zählt zu den ältesten Gravurtechniken und kommt auf vielseitigen Materialien wie Leder, Kork oder vor allem eben Holz zum Einsatz.

Diese Methode ist ideal zum Anbringen von Logos, Musterungen und Verzierungen auf Werkzeugen, Musikinstrumenten und vielen weiteren Gegenständen.

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